Werner Zeiss - Lebens- und Familienberatung
Als Paar Probleme zu haben, das ist normal, der Konflikt ist normal; erfolgreiche Partnerschaften unterscheiden sich von gescheiterten nur darin, ob konstruktiv mit Konflikten umgegangen wird. Und wenn die Konfliktbewältigung mit "Bordmitteln" nicht gelingen will, dann ist es kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu holen; im Gegenteil.

Heutzutage ist von Paartherapie, Paarberatung und Paarcoaching die Rede. Ich wende den Begriff Paartherapie nicht an, weil Therapie eine Krankheit voraussetzt, hier eine krankhafte Kommunikation oder vielleicht sogar einen psychisch kranken Partner oder Partnerin. Sicher gibt es Paare, auf die eine solche Beschreibung zutrifft; in diesen Fällen ist dann eine Psychotherapie eines Partners, manchmal auch beider Partner, dann aber jeweils einzeln, angezeigt.

Paare, bei denen die gegenseitige Wertschätzung noch vorhanden ist, bringen gute Voraussetzungen mit, sich beraten zu lassen. In fünf bis zehn jeweils eineinhalbstündigen Sitzungen wird eine Problemanalyse erstellt, ein konkreter Auftrag formuliert und mit unterschiedlichen Methoden eine Lösungsstrategie entwickelt.

Wenn die Gegensätze in der Vergangenheit zu groß geworden sind, zu viele Verletzungen geschehen sind, kann Trennung eine Lösung sein. Eine zeitlich begrenzte Trennung kann noch einmal eine Zeit der Prüfung bedeuten, ob nicht doch die Beziehung in der alten Struktur, aber unter neuen Vorzeichen, fortgesetzt werden kann.

Sowohl für eine zeitlich begrenzte als auch für eine dauerhafte Trennung (Scheidung) kann eine Mediation ein guter Weg sein, auf der Basis gegenseitiger Achtung vomeinander zu scheiden. Hinzu kommen in der Regel geringere Kosten als sie bei einer konventionellen Scheidung auftreten. Bei ausgeprägteren Gegensätzen zwischen den Partnern und/oder umfangreicheren materiellen Gütern wird die Mediation als eigenständige Beratung behandelt, unter Umständen unter Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes bzw. einer Rechtsanwältin.